Wasserdichte Bodenkonstruktion

Fugenloser Küchenfußboden mit Oberer Verbundabdichtung

Die baulichen Anforderungen für moderne Hotelgroßküchen schreiben neben Brandschutz, Hygiene und Trittschall vor allem auch Dichtigkeit vor. Dringt Feuchtigkeit in den Fußboden ein, droht sonst schnell ein Totalschaden. Daher wählte das neue Upstalsboom 4-Sterne-Wellness-Resort Südstrand auf der Ferieninsel Wyk auf Föhr für seine Hotel- und Gastroküche der Strandbar den fugenlosen Küchenfußboden von Barit. Die Bodenkonstruktion auf Basis von Epoxidharz (wasserklar) bietet mit einer Oberen Verbundabdichtung ein dichtes, hygienisches Fundament.

Dringt bei Großküchen mit schwimmend verlegter Bodenkonstruktion zum Beispiel durch mangelhaft ausgeführte Fugen im Fliesenbelag oder gerissene Dehnungsfugen Feuchtigkeit ein, verteilt sich diese auf der ersten unteren Abdichtungsebene. Dort drohen dann Verkeimungen unterhalb der gesamten Belagsfläche, was einem Totalschaden gleichkommt. Nicht so bei Verbundkonstruktionen, wo sich ein solcher Schaden lokal beheben lässt. „Der Vorteil einer Verbundlösung gegenüber einer schwimmend verlegten Ausführung liegt in der leichten Lokalisierung und Behebung des Schadens“, weiß Felix Schippmann. Daher wählte der Projektleiter von GKKK Architekten BDA für die Hotelküche (450 Quadratmeter) und Gastroküche der Strandbar (40 Quadratmeter) des im Herbst 2018 eröffneten Superior-Hotels Südstrand auf Wyk auf Föhr einen fugenlosen Küchenfußboden des Kunstharz-Belagsspezialisten Barit.

Die Bodenkonstruktion des Herstellers mit Sitz im schwäbischen Esslingen weist eine epoxidharzgebundene 6 mm starke Nutzschicht sowie 1 mm dicke Obere Verbundabdichtung auf. Letztere sollte ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) besitzen. „Die Prüfung auf Dichtigkeit durch ein unabhängiges Institut zeigt dem Planer und Bauherrn, dass durch den systemischen Aufbau die Dichtigkeit im eingebauten Zustand gewährleistet wird“, sagt Dr. Gabriele Bartel-Lingg von Barit. Verbundabdichtungen sind vor allem unter dem Hygiene-Aspekt nach DIN 18195-5 weitaus günstiger zu bewerten als herkömmliche Abdichtungen mit Bitumenbahnen. Dort sickert das mit Fett, Öl, Säure, Reinigungsmitteln und Chemikalien zur Desinfektion durchsetzte Wasser erst langsam durch den Estrich und weitere darunter befindliche Bauteilschichten, bevor es die eigentliche Abdichtung erreicht. Dann ist der Schaden aber schon passiert.

Allerdings kollidieren die Anforderungen an Dichtigkeit mit dem Schallschutz. Der Trittschall ist in einem 4-Sterne-Superior-Hotel ein wesentlicher Punkt. Es stehen der Gast und dessen Erholung im Vordergrund, laute Geräusche aus der Küche sind also tabu. Der Standardnachweis nach DIN 4109 zur Ermittlung des Trittschalls ist bei einer Verbundkonstruktion des Estrichs mit 33 dB rechnerisch nicht einzuhalten, sondern beträgt 40 dB. Hotelküchen in Mischbauweise mit massiven Außenwänden und Innenstützen (Skelettbau) erreichen Werte zwischen 30 dB und 40 dB. Die Vorteile der Dichtigkeit der Konstruktion überwiegen letztendlich die Nachteile der Schallübertragung.

Da auch ein herkömmlicher schwimmender Estrich im Bereich von Rinnen, Bodeneinläufen, etc. nicht vollständig schalltechnisch entkoppelt möglich ist, empfiehlt sich für Hotel- und Großküchen somit eine Verbundkonstruktion. Ihre Vorteile für Bodenkonstruktionen in nassbelasteten Bereichen werden seit der Einführung der DIN 18534 von Juni 2017 berücksichtigt. Nach heutigem Stand der Technik sowie Inkrafttreten der DIN 18534-Teil 1 und Teil 3, sorgt der Einbau eines fugenlosen Bodenbelages auf Oberer Verbundabdichtung mit allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis (abP) durch systemkonformen Aufbau für die Dichtigkeit einer solchen Verbundkonstruktion.

Die hoch belastbaren und fugenlosen Kunstharz-Küchenböden von Barit sind ideal für Hotel- und Großraumküchen sowie Kantinen. Sie stehen in den Rutschhemmklassen R9 bis R12 V4 zur Verfügung. Die Böden entsprechen der DIN 10506 der Lebensmittelhygiene und sind für Stuhlrollen geeignet. Dabei sind sie mit ihrer seidenmatt erscheinenden Oberflächenstruktur und Bodenkörnung so gestaltet, dass sie die unterschiedlichsten Farbkonzepte sehr gut ergänzen. Ihre unifarbene monochrome Ästhetik ist zeitlos und unterstreicht doch ihre Modernität.

Weitere Infos im Internet unter www.barit.de